Gefäßerkrankungen – eine unterschätzte Gefahr!

„Der Mensch ist so jung wie seine Gefäße“ 

(nach R. Virchow)

 

Hätten Sie Interesse, den aktuellen Zustand Ihrer Gefäße zu erfahren?

Es gibt erschreckende Fakten: fast jeder zweite Bundesbürger stirbt an arteriellen Durchblutungsstörungen und ihren Folgen wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen oder Beinamputation. Somit stellt sie jene Erkrankung dar, die am häufigsten zum Tode führt. Dabei hört sich „Durchblutungsstörung“ im ersten Moment gar nicht so schlimm an. Betrachten wir aber die Hintergründe, wird schnell klar, wie wichtig es ist, diese tückische Krankheit rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Arterien – unsere Nährstoffautobahnen

Alle unsere Organe benötigen zum reibungslosen Funktionieren viele Nährstoffe und vor allem Sauerstoff in ausreichender Menge. Diese lebenswichtigen Stoffe werden im Blut vom Herzen ausgehend durch die Arterien bis hin in die kleinsten Gefäße gepumpt. Die Arterien sind also unsere Nährstoffautobahnen, die es zu pflegen gilt, denn Verengungen oder gar Verschlüsse (Arteriosklerose) führen unweigerlich zu einer Unterversorgung der Organe bis zu Organversagen.

Arteriosklerose

Bei der Arteriosklerose lagern sich Blutfette und Kalziumkomplexe („Plaques“) in den Arterienwänden ein. Die Gefäße „verkalken“, verlieren ihre Elastizität,  der Gefäßdurchmesser verengt sich zunehmend. Daraus resultierend kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen. Die Plaques-Ablagerungen können aufreißen und zu einem Gefäßverschluss führen. Leider treten warnende Beschwerden meist erst auf, wenn die Arterien schon mehr als zur Hälfte eingeengt sind. Folgen einer unerkannten Arteriosklerose können sein:

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Amputation von Gliedmaßen
  • Blindheit
  • Nierenversagen

 

Ursachen für Arteriosklerose

Die Ursachen einer Arteriosklerose sind vielseitig, insbesondere aber begünstigen Rauchen, mangelnde Bewegung und falsche Ernährung das Krankheitsbild erheblich. Auch eine vererbte Anlage sowie Zuckerkrankheit und/oder erhöhte Blutdruckwerte spielen eine herausragende Rolle. Eine fehlende geeignete Therapie bei bereits bestehenden, aber noch nicht erkannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschleunigt den Alterungsprozess der Gefäße.

Die gute Nachricht

Wer aktiv wird, hat gute Möglichkeiten, sein Risiko für Gefäßkrankheiten deutlich zu mindern. Dank der modernen Medizin gelingt es, bereits bestehende Gefäßveränderungen zum Stillstand zu bringen oder sogar wieder zurückzubilden.

Arteriosklerose ist heute kein Schicksal mehr. Eine frühzeitige Diagnostik und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind deshalb von höchster Bedeutung.

Der Gefäß-Check ist besonders zu empfehlen für:

  • Männer ab 40 Jahre
  • Frauen ab 50 Jahre
  • Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Patienten mit Bluthochdruck
  • Patienten mit Diabetes mellitus
  • Patienten mit erhöhten Blutfettwerten
  • Patienten mit Übergewicht
  • Patienten mit (früherem) Nikotinkonsum
  • Patienten, die sich nicht viel bewegen

 

Wir bieten Ihnen folgende Vorsorgeuntersuchungen an:

Pulswellenanalyse

Diese Untersuchung ist ähnlich der klassischen Blutdruckmessung, dauert etwa 10 Minuten und gibt Ihnen Aufschluss über die altersspezifische Veränderung Ihrer kleinen und großen Gefäße. Durch dieses moderne Messverfahren wird sowohl die Elastizität Ihrer Gefäße, als auch zusätzlich der zentrale (aortale) Blutdruck gemessen und ausgewertet. Diese Eigenschaften der Arterien hängen eng mit unserer Lebenserwartung und -qualität zusammen.

 

ABI-Messung

Hierbei wird eine gleichzeitige Blutdruckmessung an Armen und Beinen vorgenommen. Diese Messung ist nicht schmerzhaft, mit modernen Geräten liefert differenzierte Informationen über den Blutdruck und den Zustand Ihres gesamten Gefäßsystems. So kann eine (drohende) Gefäßerkrankung und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall frühzeitig erkannt werden.

 

Ultraschalluntersuchungen

Gefäßdopplersonographie

Dabei handelt es sich um eine spezielle Ultraschalluntersuchung der Gefäße. Es wird die Strömungsgeschwindigkeit in  Gefäßen gemessen und elektronisch hörbar gemacht. Je früher Verengungen erkannt werden, desto bessere Erfolge in der Behandlung sind zu erwarten.

 

Intima-Media-Dicke-Messung

Dies ist  eine Ultraschalluntersuchung der Gefäßinnenwanddicke an den Halsschlagadern. Sie erlaubt Rückschlüsse auf dortige Plaques-Ablagerungen. Diese Ablagerungen sind ein Indikator für mehrere Krankheitsbilder. So gehen z. B. die Herzkranzgefäßverkalkungen bei der koronaren Herzkrankheit (KHK), die Hochdruckschädigung des Herzmuskels und Schlaganfälle mit erhöhten IMD-Werten einher.

 

Carotis-Duplexsonographie

Diese Untersuchung ermöglicht eine Abbildung des gesamten Verlaufs der Blutgefäße und des darin bewegten Blutes mittels speziellen Ultraschallverfahren mit gleichzeitiger Messung der Blutströmungsgeschwindigkeit. Sie dient der Früherkennung von Verkalkungen und Einengungen der Halsschlagader und damit des Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risikos.

 

Um eventuelle Gefäßeinengungen oder sogar Verschlüsse auszuschließen, ist es ratsam – auch ohne schwerwiegende Beschwerden – die Halsschlagadern regelmäßig checken zu lassen. Da die Schallwellen anders als Röntgenstrahlen keine schadhaften Nebenwirkungen besitzen, ist diese Untersuchung absolut risikolos.

 

Erweiterte Laboruntersuchungen

Bei der Entstehung der Gefäßschädigungen spielen erhöhte Blutfette eine besondere Rolle. Die persönliche Risikokonstellation kann durch die Bestimmung von Cholesterin, HDL, LDL, Triglyceriden und Lipoprotein (a) erkannt werden. Eine Reihe von weiteren Blutwerten, z. B. Homocystein, Fibrinogen und high sensitive CRP, weisen, sofern erhöht, auf ein entzündliches Geschehen in den Gefäßwänden hin bzw. sind für dieses verantwortlich.

Zur Vorsorge ist eine regelmäßige Laboruntersuchung wichtig, auch wenn keine Erkrankung oder Beschwerden vorliegen.

 

Mithilfe der in diesem Flyer vorgestellten Vorsorgeuntersuchungen erhalten Sie ein sehr genaues Bild über den Zustand Ihres Gefäßsystems. Sollte ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder sogar eine erste Beeinträchtigung erkennbar sein, kann die erforderliche Behandlung rechtzeitig eingeleitet werden.

 

Gehen Sie auf Nummer sicher!

 

Kosten

Die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Wir rechnen diese Leistungen deshalb nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) direkt mit Ihnen ab.

 

Sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne zu in Ihrem Fall sinnvoller Diagnostik und erklären Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten!